Pferdeverkauf
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Seit dem 01.01.2002 ist der EURO das offizielle Zahlungsmittel in Deutschland und anderen Ländern in Europa. Aber nicht nur hier hat es eine Vereinheitlichung gegeben sondern auch das Gewährleistungsrecht im Bürgerlichen Gesetzbuch wurde den Erfordernissen der Verbrauchsgüterrichtlinie der Europäischen Union angepaßt.

Durch die Neuregelung beim verkauf von Pferden gibt es erhebliche Änderungen die zu beachten sind.
Eine ganz wichtige Sache sind die Gewährfristen beim Viehhandel, hier gelten nun die gleichen Recht wie bei allen anderen Kaufgütern, somit hat die sogenannte Kaiserliche Verordnung zum Thema Hauptmängel und Gewährfristen beim Viehhandel vom 27. März 1899 welches im BGB übernommen war seine Gültigkeit für Kaufverträge nach dem 31. Dezember 2001 verloren.

Die Änderung des Gewähleistungsrecht hat für den Käufer enorme Vorteile gebracht, da der Käufer nun weitgehende Ansprüche gelten machen kann. Aus dem neuen Gewährleistungsrecht hat nun auch der Verkäufer seine Pflichten nachzukommen die Ware Pferd so detailliert wie möglich zu beschreiben, den dies ist die Grundlage für den Vertag. Ein Pferdeverkauf sollte somit nur noch schriftlich erfolgen, da hier die Beschaffenheit des Pferdes beschrieben ist.

Ein weitere Punkt der Wichtig ist, ist das man für jedes Pferd das verkauft wird eine Verkaufsuntersuchung durchführen läßt und dies Ergebnis in den Vertrag mit einfließt. Auch sollten negative Beschaffenheit wie das Sommerekzem oder auch Rehe wenn vorhanden unbedingt in den Vertag mit aufgenommen werde, da diese Beschaffenheit dann Mangel kein ist, wenn damit die vereinbarte Verwendung möglich ist.
Beispiel : In der Beschaffenheit ist niedergeschrieben das Pferd hat Spat und die Verwendung ist als Schulpferd beschrieben ist dann ist dies einfach nicht realisierbar und der Käufer kann entsprechende Rechte gelten machen. Aber soll das Tier nur als Beistellpferd dienen ist hier kein Mangel zu sehen da diese Verwendung möglich ist.

Weiter Punkte im neuen Gewähleistungsrecht sind Wer verkauft an Wen (Unternehmer an Verbraucher oder Verbraucher an Unternehmer, Verbraucher so wie Unternehmer an Unternehmer). Der Unternehmer ist definiert im BGB §14 und der Verbraucher im BGB §13.

Wir sehen grundsätzlich das neue Gewährleistungsrecht als einen gut Sache an, denn somit wird der Verkauf von Tieren mit Sicherheit ein ganzes Stück ehrlicher insbesondere bei Viehhändlern und Auktionen da es auch dort keine Ausnahmen gibt und zugesicherte Eigenschaften für den Käufer zu erfüllen sind. Wichtig ist aber auch das es bei Pferden um ein lebendes Objekt geht und sicherlich wird es noch eine Menge Fragen mit dem Umgang des neue Gesetz geben, die dann aber über künftige Rechtsprechungen geklärt werden müssen.

Auch ist es weiterhin möglich ein Tier per Handschlag bzw. ohne schriftlichen Vertrag zu verkaufen nur bei dieser Art des Vertrages trägt der Verkäufer ein erheblich größeres Risiko.

Hier noch einige Links zu dem Thema Pferdekaufrecht auf entsprechenden Seiten

BGB     BGB §433     BGB §434     BGB §435     BGB §437     BGB §438     BGB §439     BGB §475     BGB §476     Die Links zu den Paragraphen verweisen auf die Seiten von dejure.org

www.Wengersky.de    

www.Hannoveraner.com (Musterkaufvertrag)    



Anschrift - Haflinger Hof Hünerberg
Selbstverständlich sind wir Ihnen gerne beim Kauf/Verkauf behilflich.

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