Der Haflinger



Der Haflinger ist ein gutmütiges, leistungsbereites und genügsames Gebirgspferd, das sowohl als Reitpferd, aber auch als Kutschpferd sich großer Beliebtheit erfreut. Als seine Urheimat ist die Südtiroler Bergwelt zu nennen, genauer das Hochland des Etschtales. Seinen Namen verdankt der Haflinger einem kleinen Ort bei Meran: Hafling. Wie alt aber nun diese Rasse ist, kann man nicht ganz genau sagen. Allerdings wissen wir, dass sich im Jahre 1874 etwas zutrug, das die Zucht nachhaltig beeinflusste: Der Hengst 249 Folie wurde geboren. Folie war der Sohn des Halborientalen 133 EL'Bedavi XXII (1868) und einer Landstute. In dem weit zurückreichendem Südtiroler Zuchtverzeichnis fehlt aber leider eine Beschreibung der Stutengrundlage, die für die Zucht eingesetzt wurde.

Der heutige Haflinger dagegen lässt sich durch seine Zuchtbeschreibung genauer festlegen. Er ist zwischen 138 cm und 148 cm groß und ein Fuchs mit hellem Langhaar. Abzeichen am Kopf sind zulässig; Abzeichen an den Beinen und Stichelhaar dagegen unerwünscht. Der Kopf sollte kurz und trocken sein und eine breite Stirn haben, ebenso eine leicht konkave Profillinie. Die Ganaschen müssen genügend weit und das Auge sollte groß und klar sein. Den Hals wünscht man sich genügend lang, gut aufgesetzt und leicht im Genick. Das Gebäude sollte im Rechteckformat stehen, einen gut ausgeprägten Widerrist besitzen und eine längsovale Rippung aufweisen. Auch eine lange, breite, gut bemuskelte, leicht abgezogene Kruppenpartie ist wünschenswert. Die Hufe sollten trocken, korrekt, hart und nicht zu flach sein. Bei der Hinterhand sind die raumgreifenden Gänge mit gutem Schub zu erwähnen.

Durch seine ernorme Trittsicherheit und seine Balance, auch auf engen und schmalen Gebirgspfaden, wurde der Haflinger für viele Bauern ein unerlässlicher Partner. Konnten sie ihn doch als Trag- und Zugtier verwenden. Auch für die Armee war der Haflinger interessant. Die Widerstandsfähigkeit, Gesundheit, Leistungsbereitschaft und die Charakterstärke dieser Tiere hat sicher jedem Vergleich mit anderen Rassen standgehalten. Noch heute zählt, nach wie vor, jede dieser Eigenschaften zum gutem Ton bei den Haflingern. Er ist absolut vielseitig als Wagen- oder Reitpferd zu verwenden. Auch auf Turnieren, ob nun Dressur-, Spring- oder Fahrturnier, sieht man den Haflinger immer öfter. Dort wird er, sowohl von Kindern, als auch von Erwachsenen geritten und geschätzt. Selbst als Therapiepferd hat sich der Haflinger einen Namen gemacht. Seine Ruhe und Gutmütigkeit lassen dieses ohne weiteres zu. Was sicher auch viele Ferienhöfe dazu bewogen hat, diese Rasse in ihren Ställen untergebracht zu wissen. Selbst der Westernreitsport lässt die Haflinger nicht vermissen, die sich auch dort immer größerer Beliebtheit erfreuen.
Anschrift - Haflinger Hof Hünerberg

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